Ort
FHNW Campus Muttenz
Datum
-
Zielpublikum
Das Fachseminar richtet sich an Fachpersonen in stationären und ambulanten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, wie Kinder- und Jugendheime, Schulheime, sozialpädagogische Tagesstrukturen, betreute Wohngruppen, Sozialpädagogische Familienbegleitung usw. Weiter richtet sich das Fachseminar auch an Personen in Fachstellen für Pflegekinderwesen oder Familien- und Jugendberatungsstellen.
Inhalt
Folgen von Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Fachpersonen in ambulanten und stationären Einrichtungen vor grosse Herausforderungen. Mit dem Begriff Trauma ist nicht das Ereignis gemeint, sondern die Verwundung, die im Körper und in der Psyche zurückbleibt. Frühe Traumatisierungen können zu zahlreichen Folgestörungen beitragen.
- Grundlagen der Psychotraumatologie: kindliche Reaktionsmöglichkeiten auf traumatische Ereignisse
- Schutzfaktor sichere Bindung
- Einführung in traumapädagogische Grundhaltungen
- Förderung Selbstwirksamkeit und Selbstbemächtigung der Kinder und der Fachkräfte
- Förderung der Körper- und Sinneswahrnehmung, Förderung der Emotionsregulation, Förderung der Selbstheilungskräfte und der Resilienz
- Einblick in traumapädagogische Handlungsfelder (z.B. stationäre Einrichtungen, Beratung, Schule)
- Traumapädagogisches Verstehen: wie können wir Kindern und Jugendlichen und uns Fachkräften helfen, „inadäquates“ Verhalten zu verstehen
- Traumapädagogische Fallbesprechung
- Möglichkeit für das Einbringen von Fragestellungen aus der eigenen Praxis